Die Zahnextraktion kann aus verschiedenen Gründen notwendig sein, wie beispielsweise fortgeschrittene Karies, Zahnfleischerkrankungen, Zahnfehlstellungen, Traumata oder Platzmangel im Kiefer.
Unser oberstes Ziel ist immer der Zahnerhalt – doch in manchen Fällen lässt sich eine Zahnentfernung (Extraktion) leider nicht vermeiden.
Vor jeder Zahnentfernung prüfen wir sorgfältig, ob alternative Lösungen möglich sind. Sollte die Entfernung unumgänglich sein, erfolgt sie schonend und möglichst schmerzfrei – mit ausführlicher Nachsorge und auf Wunsch mit modernem Zahnersatz im Anschluss.
Wann der Zahn gezogen werden muss
Manchmal ist eine Zahnentfernung die beste Lösung – etwa bei tief zerstörten, entzündeten oder nicht mehr funktionsfähigen Zähnen.
Wenn ein Zahn durch tiefe Karies oder Frakturen so stark geschädigt ist, dass er nicht mehr erhalten oder versorgt werden kann, ist eine Entfernung notwendig.
Bei Entzündungen der Zahnwurzel oder des Zahnhalteapparats, die sich nicht mehr erfolgreich behandeln lassen, ist eine Zahnextraktion der letzte sinnvolle Schritt.
Fortgeschrittene Parodontitis kann zu stark gelockerten Zähnen führen – wenn der Halt im Kiefer nicht mehr gegeben ist, bleibt oft nur die Entfernung.
In bestimmten kieferorthopädischen Fällen müssen Zähne gezogen werden, um ausreichend Raum für eine korrekte Zahnstellung zu schaffen.
Problematische Weisheitszähne welche Beschwerden, Entzündungen oder Zahnverschiebungen verursachen sollten entfernt werden.
Zähne, die mit Zysten oder dauerhaften Infektionen im Kiefer in Verbindung stehen, können umliegendes Gewebe schädigen und müssen daher oft entfernt werden.
Die Entscheidung, einen Zahn zu entfernen, wirft oft viele Fragen auf – von der Notwendigkeit bis zur Heilung. Wir beantworten die häufigsten Anliegen rund um das Thema Zahnextraktion.
In seltenen Fällen kann es bei der Zahnextraktion zu folgenden Komplikationen kommen:
Infektionen: Eine unsachgemässe Mundhygiene nach der Extraktion kann zu Infektionen führen, die weitere medizinische Behandlung erfordern.
Blutungen: Ein gewisses Mass an Blutungen ist nach der Extraktion normal, aber übermässige Blutungen können ein Zeichen für Komplikationen sein.
Schmerzen und Schwellungen: Nach der Extraktion können Schmerzen und Schwellungen auftreten, die normalerweise mit Medikamenten behandelt werden können.
Vor dem Eingriff: Vor der Extraktion untersuchen wir den Zustand des Zahns und des umgebenden Gewebes untersuchen. Dies kann Röntgenaufnahmen umfassen, um die genaue Position des Zahns im Kiefer zu bestimmen
Während des Eingriffs: Der eigentliche Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung, um Schmerzen zu minimieren. Der wird Zahn vorsichtig aus dem Zahnfleisch und dem Knochen entfernen. Wir arbeiten dabei minimalinvasiv und sind zudem auf Angstpatienten spezialisiert.
Nach dem Eingriff: Nach der Extraktion wird der Zahnarzt Anweisungen zur Pflege des Mundes geben, um die Heilung zu fördern und Komplikationen zu vermeiden.
Die Extraktion eines Zahns dauert meist nur wenige Minuten. Bei komplexeren Fällen, wie verlagerten Weisheitszähnen, kann der Eingriff etwas länger dauern.
Vermeiden Sie körperliche Anstrengung, starkes Spülen, Alkohol, Rauchen und heisse Speisen in den ersten 24 Stunden. Kühlen Sie die Wange von aussen und halten Sie den Mundbereich sauber.
Die erste Wundheilung erfolgt innerhalb weniger Tage. Bis sich das Gewebe vollständig regeneriert hat, vergehen etwa 1–2 Wochen.
Ja, aber nur weiche, lauwarme Speisen. Verzichten Sie zunächst auf Milchprodukte, Kaffee, Alkohol und alles, was krümelt oder klebt.
Leichte Schmerzen sind normal und lassen sich gut mit den empfohlenen Schmerzmitteln behandeln. Bei starken Schmerzen, Fieber oder Nachblutungen kontaktieren Sie bitte umgehend unsere Praxis.
Körperliche Anstrengung sollten Sie für etwa 2–3 Tage vermeiden, um Nachblutungen zu verhindern.